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Schulbau / Planungsgrundsätze

Wir haben in den letzten 35 Jahren in allen nördlichen Bundesländern Schulen geplant, gebaut oder saniert. Hierbei haben wir Schulen für alle gängigen Schulformen entwickelt und uns dabei den jeweiligen Veränderungen der Schulsysteme angepasst. So konnten wir in den letzten Jahren eine Vielzahl von Grundschulen, Haupt- und Realschulen sowie Gymnasien und Berufsschulen realisieren. Viele dieser Schulen wurden als Ganztagesschule mit Mensabereichen und entsprechenden zusätzlichen Betreuungsräumen für den Nachmittagsbetrieb geplant und realisiert.

Louise Schroeder Schule in Hamburg Altona Bearbeitung LPH 4-6 gem. HOAI

Bei Schulen ist die Zuordnung von Nutzungen ein wichtiges Entwurfs-kriterium um zum Beispiel lärmintensive Bereiche von den Klassenräumen zu trennen, aber auch gleichzeitig direkte Verbindungen zu schaffen. Die Typologien sind sowohl von der jeweiligen Schulart, der Anzahl der Schüler und Schulzweige als auch der Lage bestimmt. Wesentlich und damit gleichzeitig eine Hauptschwierigkeit der Grundrissdisposition ist die Forderung nach gleichwertigen Bedingungen für alle Klassenräume. Die Tendenz, den Unterreicht im Klassenverband durch eine individuellere Betreuung zu ersetzen, findet ihren Niederschlag in der Ausbildung kleinerer Raumgruppen und Betreuungsräume, die das Klassenraumsystem erweitern und auch verändern.

 

Klassenraum – Herzstück der Schule

In den letzten Jahren ist zuletzt durch die Pisa-Studie Bewegung in das deutsche Schulwesen geraten. Die Förderung des einzelnen Schülers steht im Vordergrund aktueller Unterrichtsmodelle. Bisher hatten diese Entwicklungen nur wenige Auswirkungen auf Klassenzimmer. Selbst in den Gesamtschulen mit ihren multifunktionalen, offenen Raumprogrammen ist der Klassenraum letztlich erhalten geblieben, auch wenn sich in Bezug auf die Ausstattung und die Gestaltung eines Klassenraumes einiges verändert hat.

Grundschule Henstedt-Ulzburg Bearbeitung LPH 1-6 gem. HOAI

Bei Grundschulen ist der Unterricht im Klassenraum die Regel, weshalb Räume mit möglichst zweiseitiger Belichtung zwar gefordert, allerdings nicht immer möglich sind. Bei den weiterführenden Schulen nimmt der Fachklassenunterricht deutlich zu, entsprechend sind einseitig belichtete Räume üblich. Der in Förderschulen vorgesehene Gruppenraum zur individuellen Betreuung wird zunehmend auch in Grundschulen und Hauptschulen eingeführt.

Gemäß den Schulbaurichtlinien ist nach wie vor eine gerichtete Möblierung der Klassenräume mit Blick zur Tafel und Lichteinfall von links vorgesehen, wobei der ungünstigste Blickwinkel zur Tafel 60 Grad nicht überschreiten darf. Die Besonnung der Tafel sollte, um Blendungen zu verhindern, unbedingt vermieden werden. Entsprechend der Schulgröße und der Schulart kommen Fachklassenräume, Werk- und Mehrzweckräume, Bibliotheken, Sportanlagen mit zugehörigen Nebenräumen, Verwaltung und Hausmeisterwohnung, bei Ganztagsschulen auch Küchen, Speise- und Aufenthaltsräume hinzu. Räumliche Qualitäten zeigen sich im Schulbau vor allem in der Konzeption und der Gestaltung der Zwischenzonen welche als Kommunikationsflächen für Lehrer und Schüler eine besondere Rolle spielen. Je komplexer die Schulanlage ist, desto sorgfältiger müssen Verkehrsströme organisiert und Raumgruppen angeordnet werden um einen reibungslosen Unterrichtsablauf zu gewähren. Darüber hinaus ist die Planung der Raumakustik wesentlich. Empfohlene Richtwerte für Nachhallzeiten liegen bei 0,3 bis 0,5 Sek. für den Hintergrundgeräuschpegel bei 30 dB(A). Schlechte Raumakustik stört nicht nur die Konzentration, auch die Sprachverständlichkeit nimmt rapide ab. Alle diese, und viele weitere Faktoren, gilt es bei einer Planung zu berücksichtigen. Durch unsere langjährige Erfahrung in den Bereichen der Planung, Sanierung oder Umsetzung eines Neubaus eines Schulgebäudes stehen wir Ihnen gerne als kompetenter Partner zu Seite.